Zurück im Renngeschehen

07.04.2014




Die letzten Wochen habe ich schon die Tage bis zum ersten Rennen gezählt- gestern am 6.4. war es dann endlich soweit!

Mein erstes Rennen der Saison und dann gleich ein Nationalteameinsatz- das heißt  meine Form wurde gleich richtig auf die Probe gestellt.

150 Starterinnen, 6 Runden à 13,5 km- 81 Kilometer wurden mit einem Schnitt von 40km/h in 2h gefahren.

Zu fünft gingen wir als Team Austria ins Rennen- da wir unsere Form selbst noch nicht einschätzen konnten, hatten wir keine spezielle Teamtaktik. Ich nahm mir vor mich mal heran zu tasten, denn die Italienerinnen hatten ja schon das ein oder andere Rennen in den Beinen. Ich hielt mich nicht so, wie wenn ich im Dienst von jemanden fahre, andauernd an der Front der Feldes auf, sondern ich ließ mich auch des Öfteren zurückfallen, um etwas zu 'entspannen' - soweit man sich bei so einem Rennen entspannen kann. Das Feld wurde von Runde zu Runde kleiner...

Auch aus österreichischer Sicht waren bald nur mehr 3 Fahrerinnen vorne vertreten- Kathrin Schweinberger stürzte leider, die erstjährige Anna Badegruber musste abreißen lassen und dann waren wir nur noch drei. Es sah wieder ganz danach aus, als würde sich keine Gruppe vom Feld absetzen können, kaum war jemand von uns vorne vertreten, starteten die Italienerinnen wieder eine Aufholjagd. 2 Runden vor Schluss konnte sich dann doch eine Gruppe absetzen-ohne österreichischer Beteiligung aber fast von jedem großen Team der Italienerinnen war eine Fahrerin vertreten- ganz im Sinne deren. Hinten im Feld blockierten die großen Teams regelrecht die Straßen um zu verhindern, dass die Gruppe wieder eingeholt wird. Christina Schweinberger, mit der ich es schon gewohnt bin im Nationalteam zu fahren und ich , starteten zu zweit gegen den Rest des Feldes die Aufholjagd. Enorme Leistung, die Christina abgerufen hat, die meiste Zeit machte sie die Führungsarbeit, und tatsächlich holten wir die Spitzegruppe noch ein, kurz bevor wir schon aufgeben wollten. Christina meinte ich soll mich schonen und etwas weniger vorne fahren, dass ich mich dann voll auf den Sprint konzentrieren kann. Das hab' ich auch getan- eine lange Zielgerade, die etwas bergab ging, wartete auf mich. Ich reihte mich in den Sprintzügen der großen Teams ein - es ging wieder mal brutal zu- 150m vor dem Ziel befand ich mich an 3. Position - doch dann schoss mir wieder ein Krampf ein und es wurde der 12 Platz von 150 Starterinnen. Ich denke ich kann für das erste Rennen zufrieden sein auch weil ich in Richtung Sprint noch nichts trainiert habe und das erst im Laufe der Rennen kommt.  Christina hat eine tolle Vorarbeit geleistet und wir haben zu zweit das beste aus der Situation herausgeholt. Jetzt bin ich zuversichtlich und freu mich auf die Runddfahrt in Holland von Freitag bis Sonntag!

Bis bald Marlene :)